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ModuleWieInstalliereIchEinModul
(2012-09-02)
(raw view)
---+!! Wie installiere ich ein Modul? %TOC% _In der gesamten Anleitung wird als Beispiel das fiktive Modul =Module::Name= verwendet, so muss man gedanklich für sich selbst =Module::Name= durch das eigene Modul ersetzen._ ---++ Ich glaube mir fehlt da etwas ... ---+++ Fehlermeldung "Can't locate ... in @INC ..." Gelegentlich erhält man beim Ausführen eines Programms eine Fehlermeldung, die in etwa so beginnt: <pre> Can't locate <b>Module/Name.pm</b> in @INC (@INC contains.... </pre> Das ist ein Anzeichen dafür, dass ein mit ==use== oder ==require== eingebundenes Modul nicht in Perls Suchpfad gefunden werden konnte. Das kann mehrere Ursachen haben. Eine mögliche Ursache ist, dass sich das aufgerufene Modul in einem Verzeichnis befindet, das nicht in @INC als Suchpfad mit aufgeführt ist, man also @INC um den Pfad erweitern muss. Oder, und das ist der häufigere Fall, es ist nicht installiert. Um ersteres auszuschließen, lässt sich mit Hilfe der Suchfunktion des Betriebssystems auf der Festplatte nach den Modul suchen. Als Suchbegriff verwendet man am besten den Dateinamen des Moduls. Um an den Dateinamen zu kommen, trennt man den Modulnamen, in unseren Beispiel ==Module::Name==, jeweils an den zwei Doppelpunkten auf, so erhält man Verzeichnis- und Dateinamen-Anteil des Modulpfads, der letzte Teil ist der Dateiname und ist noch um ein =.pm= zu erweitern. In unseren Fall würden wir also nach der Datei ==Name.pm== suchen, diese sollte sich in einen Verzeichnis namens ==Module== finden lassen. Hat man die Datei und das Verzeichnis gefunden, so kann man den Pfad vom __übergeordneten__ Verzeichnis den Array =@INC= hinzufügen, am einfachsten geht das direkt im Skript. <pre> #!/usr/bin/perl use strict; use warnings; use lib '<b>/Pfad/zum/Verzeichnis</b>'; # fuegt den Pfad /Pfad/zum/Verzeichnis dem @INC hinzu use <b>Module::Name</b>; # unser Modul einbinden # ... </pre> ---+++ Fehlermeldung "Can't locate loadable object ... in @INC ..." Bei Modulen mit C-Anteil, die nicht korrekt installiert wurden sind, kommt diese Fehlermeldung: <pre> Can't locate loadable object for module <b>Module::Name</b> in @INC... </pre> Man kann auch vor dem Ausführen eines Programmes oder nur zum Sichergehen mit folgendem Befehl testen ob ein Modul vorhanden ist: <pre> perl -e "use <b>Module::Name</b>;" </pre> Sollte das die o.g. Fehlerausschrift ergeben, wird es Zeit das Modul zu installieren. ---++ Und wie installiere ich jetzt das Modul? Nachfolgend werden die gängigsten Varianten beschrieben. Dabei sind die zuerst genannten Methoden generell empfehlenswerter als die weiter hinten genannten. Kurze Übersicht * Betriebssystem Unix, Linux * am einfachsten Paketmanager des Betriebssystems * mit CPAN.pm (darauf achten, dass für Module mit C-Anteil der gcc o.ä installiert ist) * wahlweise mit local::lib * Betriebssystem Windows * Perl-Distribution ActiveState * mit ppm * Perl-Distribution Strawberry Perl * mit CPAN.pm Für Details siehe die ausführlicheren Beschreibungen weiter unten. (Noch zu ergänzen: Cygwin? ...) Statt CPAN.pm lässt sich immer auch eine manuelle Installation ausführen, indem man einfach die Schritte macht, die CPAN.pm machen würde (also auch ggfs. Abhängigkeiten selber runterlädt). Man sollte aber wissen, was man tut und die richtigen Parameter übergeben. Grundsätzlich sind die [[#ActiveState][bei einer Perl-Distribution]] oder [[#Paketmanager][im Betriebssystem vorgesehenen]] Möglichkeiten vorzuziehen, weil das installierte Paket direkt unter die Aufsicht des Paketmanagements gestellt wird, was sich nicht nur um die Abhängigkeiten kümmert, sondern auch spätere Aktualisierungen übernehmen kann. Außerdem ist meist so sicher gestellt, dass die installierte Version des Moduls mit den anderen Modulen der Installation harmoniert. Wenn man diese Möglichkeit nicht hat oder z.B. bestimmte Modulversionen oder Module installieren möchte, die nicht von der Paketverwaltung angeboten werden, dann sollte man auf die Perl-eigenen Möglichkeiten wie die Kernmodule [[#CpanPlusModul][CPANPLUS]] und [[#CpanModul][CPAN]] zurückgreifen, bevor man eine [[#ManuelleInstallation][manuelle Installation]] in Betracht zieht. #ActiveState ---++ Mit dem Paketmanager für <nop>ActiveState Perl (für Windows und andere Systeme mit <nop>ActiveState Perl) ---+++ Online mit PPM Die wahrscheinlich meistgenutzte Perl-Distribution unter Microsoft Windows, *<nop>ActiveState Perl*, bietet ein eigenes Programm zur Installation und Verwaltung von Perl-Modulen, den Modulmanager *ppm*. Dieser Modulmanager greift nicht auf die Original-Quellpakete im CPAN zu, sondern auf fertig übersetzte und speziell für <nop>ActiveState Perl erstellte Pakete, die sich in sogenannten _Repositories_ befinden. Das Standard-Repository bei <nop>ActiveState ist bereits voreingestellt. Zur Installation eines Moduls muss man also nur eine Onlineverbindung herstellen und über die DOS-Shell (Eingabeaufforderung) den Paketmanager =ppm= aufrufen: <pre> C:\Perl\bin> <b>ppm</b> </pre> Nachdem sich der Paketmanager gemeldet hat, kann man mit <pre> ppm> <b>install Module::Name</b> </pre> einfach das Modul ==Module::Name== installieren. Sollte der Modulname nicht bekannt sein, dann kann man mit <pre> ppm> <b>search Module::Name</b> </pre> auch erst einmal nach entsprechenden Modulen suchen. Auf der Seite http://ppm.activestate.com/PPMPackages/zips/8xx-builds-only/Windows/ gibt es auch eine Liste aller Module von <nop>ActiveState für Perl 8.x.x. Hat man hier sein Modul gefunden, so kann man es direkt mit <pre> ppm> <b>install Module::Name</b> </pre> installieren. Beispiel: <pre> ppm> <b>install PAR</b> </pre> Manchmal ist das gewünschte Modul im Default-Repository bei <nop>ActiveState nicht dabei. Dann kann man ein anderes PPM-Repository verwenden. Aus ppm heraus geschieht dies z.B. mit dem folgenden Aufruf: <pre> ppm> <b>rep add theoryx5 http://theoryx5.uwinnipeg.ca/cgi-bin/ppmserver?urn:/PPMServer58</b> </pre> Eine Liste von bekannten PPM-Repositories kann man hier finden: http://search.cpan.org/~podmaster/PPM-Repositories/ (einfach im Sourcecode des Moduls schauen). Oder auch hier: http://theoryx5.uwinnipeg.ca/cgi-bin/ppm-request Auf der letzteren Seite kann man sich sogar fehlende PPMs machen lassen. Im Wiki von win32.perl.org ist eine umfangreichere Liste mit PPM-Repositories zu finden: http://win32.perl.org/wiki/index.php?title=PPM_Repositories ---+++ Offline mit PPM (für Windows und <nop>ActiveState Perl) Vielleicht hat man aber an dem Rechner, auf dem Perl installiert ist, keinen Internetzugang. Dann lädt man sich die Moduldateien von einem anderem Rechner, aus einem der folgenden Verzeichnisse "von Hand herunter": * [[http://aspn.activestate.com/ASPN/Modules]] * [[http://www.activestate.com/PPMPackages/5.6/]] * [[http://www.activestate.com/PPMPackages/5.6plus/]] * [[http://theoryx5.uwinnipeg.ca/ppmpackages/]] für <nop>ActiveState Perl 5.6 * [[http://theoryx5.uwinnipeg.ca/ppms/]] für <nop>ActiveState Perl 5.8 * [[http://www.bribes.org/perl/ppm]] und installiert später auf dem gewünschten Rechner mit <tt>c:\>ppm install <i>modulname.ppd</i></tt> #Paketmanager ---++ Mit dem Paketmanager des Betriebssystems (für Unix und Linux) Viele Linux-Distributionen und BSDs haben für alle wichtigen Perl-Module bereits fertige Pakete. Ein großer Vorteil bei Benutzung eines Paketmanagers ist folgender: Viele andere Pakete des Paketmanagers haben Abhängigkeiten auf Perl-Module. Wenn man die Module nicht mit dieser Methode installiert, so kann es zu Mehrfachinstallationen oder Problemen kommen, wenn man später solch ein Paket mit Abhängigkeiten installiert. Es folgen nähere Anleitungen für die einzelnen Paket-Manager: ---+++ Debian GNU/Linux, Ubuntu und andere Verwandte Im Allgemeinen lassen sich die von der Distribution angebotenen GUI-Tools wie *Adept* oder *Synaptic* gut für die Suche und Installation von Perl-Paketen nutzen. Die Regeln für das APT-Paketmanagement von Debian führen aber dazu, dass die Pakete manchmal etwas schwer zu finden sind. Wenn man ein Perlmodul namens <i>Xxx</i>::<i>Yyyyy</i> sucht, dann hat der Name des zugehörigen Pakets in den meisten Fällen die Form =lib<i>xxx</i>-<i>yyyyy</i>-perl=. Wer keine GUI zur Verfügung hat, kann dies aber auch von der Kommandozeile aus tun, wie im Folgenden beschrieben. __apt-cache, apt-get und aptitude__ Beispiel: Es soll das Modul *HTML::Parser* installiert werden. Wir suchen also nach einem Paket mit dem Namen lib<b>html-parser</b>-perl: <pre> $ <b>apt-cache search libhtml-parser-perl</b> libhtml-parser-perl - Eine Modul-Sammlung zum Parsen von HTML-Dokumenten </pre> Auch wenn der Name anders lautet, lassen sich die Pakete mit =apt-cache= finden. Hier suchen wir die Module Tk und Curses: <pre> $ <b>apt-cache search Tk | grep perl</b> ... perl-tk - Perl-Modul, ermöglicht Zugriff auf die Tk-Grafikbibliothek ... $ <b>apt-cache search Curses | grep perl</b> ... libcurses-perl - Curses-Schnittstelle für Perl </pre> Die gefundenen Pakete mit den Perlmodulen Tk und Curses können dann (als Benutzer "root" oder mittels <tt>sudo</tt>) mit =apt-get= oder =aptitude= installiert werden. <pre> $ <b>sudo aptitude install perl-tk</b> ... $ <b>sudo apt-get install libcurses-perl</b> ... </pre> Eine Übersicht über vorhandene Module kann man mit =dpkg= erhalten: <pre> $ <b>dpkg -l 'lib*-perl'</b> </pre> oder durch Filtern der Liste mit verfügbaren Paketen: <pre> $ <b>egrep '^Package: lib[a-z-]+-perl' /var/lib/dpkg/available</b> </pre> (Letzteres funktioniert nur, wenn =/var/lib/dpkg/available= immer aktuell gehalten wird.) __dh-make-perl__ Wenn ein Modul nicht vorhanden ist, kann man auch mit =dh-make-perl= selber ein Debian-Paket bauen. Dieses Skript kann ein Modul direkt von CPAN herunterladen und ein deb-Paket daraus bauen: <pre> $ dh-make-perl --cpan <b>Module::Name</b> --build </pre> Das erzeugte deb-Paket lässt sich dann mit <pre> # dpkg -i <b>libmodule-name-perl</b> </pre> bzw. <pre> $ sudo dpkg -i <b>libmodule-name-perl</b> </pre> installieren. ---+++ Gentoo Linux Pakete Tk und Curses installieren: <pre> # <b>emerge perl-tk</b> # <b>emerge Curses</b> </pre> Übersicht über vorhandene Module: <pre> # <b>ls /usr/portage/dev-perl/</b> </pre> Da es eine sehr routinemäßige Arbeit ist, Ebuilds (so heißen bei Gentoo die Pakete) für CPAN-Module zu erstellen, hat Gentoo vor kurzem eine elegantere Möglichkeit gefunden, CPAN-Module zu installieren: Das Script =g-cpan= kann beliebige CPAN-Module inclusive Abhängigkeiten installieren. Nach der Installation sieht es aus, als hätte man einen ganz normalen Ebuild installiert, d. h. man kann ihn auch sauber wieder unmergen (deinstallieren). Die mit =g-cpan= installierten Module leben nach der Installation in der Kategorie _perl-gcpan_, sind also im Verzeichnis =/var/db/pkg/perl-gcpan= einsehbar. g-cpan installieren (nur einmal erforderlich): <pre> # <b>emerge g-cpan</b> </pre> Damit nun ein Modul installieren: <pre> # <b>g-cpan -i Module::Name</b> </pre> Intern benutzt =g-cpan= sowohl das Modul =CPAN= als auch Portage-Funktionen. ---+++ <nop>SuSE Linux Auch <nop>SuSE Linux liefert eine große Auswahl an Perl-Modulen mit. Sie lassen sich leicht in *<nop>YaST* finden. ---+++ <nop>FreeBSD Viele Pakete findet man im *Ports-System* von <nop>FreeBSD. Man hat die Wahl zwischen bereits kompilierten Paketen (*packages*) oder den *ports*, die noch übersetzt werden müssen. Pakete Tk und Curses installieren: Als Packages (root-Rechte sind notwendig): <pre> # <b>pkg_add -r p5-Tk</b> # <b>pkg_add -r p5-Curses</b> </pre> Als Ports (geht auch als Normal-User, bei Bedarf wird nach dem root-Passwort gefragt): <pre> $ <b>cd /usr/ports/x11-toolkits/p5-Tk && make install</b> $ <b>cd /usr/ports/devel/p5-Curses && make install</b> </pre> #CpanModul ---++ Mit dem CPAN-Modul (direkt über Perl, alle OS, unter Windows z.B. bei Strawberry Perl) Diese Variante installiert Module direkt über Perl. Sie setzt allerdings auch voraus, dass man auf seinem System "zu Hause" ist. Unter allen Systemen bedingt sie, wie auch bei der [[#ManuelleInstallation][manuellen Installation]], ein installiertes =make= Programm. Für diese Variante wird eine bestehende Onlineverbindung benötigt. ---+++ Die CPAN-Shell Das Modul *CPAN.pm* ist Teil der Perl-Standarddistribution und stellt Funktionen zur Verfügung, mit denen alle Module gesucht und installiert werden können, die im Comprehensive Perl Archive Network (CPAN) zu finden sind. Die CPAN-Shell wird über den folgenden Befehl in der Kommandozeile aufgerufen: <pre> $ <b>perl -MCPAN -e shell</b> </pre> Beim ersten Aufruf werden einige Fragen zu vorhandenen Hilfsprogrammen (z.B. ftp- und http-Clients, Programm zum Entpacken von gzip- und tar-Archiven etc.), zur Netzwerkanbindung und zu gewünschten CPAN-Mirrors gestellt. Wenn diese alle beantwortet wurden, ist die Shell bereit, Befehle anzunehmen, z.B. zur Installation eines Paketes: <pre> cpan> <b>install Module::Name</b> </pre> Hier wird der Modulname erwartet wie er später im _use_ verwendet wird, nicht der physische Dateiname. Wenn man in der Konfiguration nichts anderes einstellt, dann kümmert sich das CPAN-Modul selbsttätig um Abhängigkeiten zwischen Modulen, sodass evtl. automatisch weitere benötigte Module installiert werden. ---+++ Installation ohne Shell Man muss nicht jedes Mal erst die CPAN-Shell starten, um ein Modul zu installieren. Man kann den install-Befehl auch direkt beim Start des Programms aufrufen. Mit <pre> $ <b>perl -MCPAN -e "install Module::Name"</b> </pre> erfolgt direkt die Aufforderung zum Laden und Installieren des Modules =Module::Name=. Wenn man meint, das Modul trotz Fehlern im Testlauf installieren zu wollen, hilft <pre> $ <b>perl -MCPAN -e 'force install Module::Name'</b> </pre> weiter. Mit CPAN.pm Version 1.77 kann man auch <pre> $ <b>perl -MCPAN -e 'notest install Module::Name'</b> </pre> schreiben, dann wird der Testlauf übersprungen. ---+++ Modul mit CPAN.pm in ein eigenes Verzeichnis installieren Auch das geht mit dem CPAN-Modul, man muss nur die richtigen Parameter eingeben. Siehe [[http://search.cpan.org/~andk/CPAN-1.87/lib/CPAN.pm#mkmyconfig]] <pre> $ <b>cpan</b> cpan shell -- CPAN exploration and modules installation (v1.87) ReadLine support enabled cpan> <b>mkmyconfig</b> ... Are you ready for manual configuration? [yes] <b>no</b> ... cpan> <b>o conf makepl_arg "INSTALL_BASE=<em>dein/lib/verzeichnis</em>"</b> </pre> Damit wird eine eigene =~/.cpan/CPAN/MyConfig.pm= erstellt. Bevor es mkmyconfig gab: Man kopiere CPAN/Config.pm ins eigene cpan-verzeichnis und ersetze alle Vorkommnisse von 'root' durch das home-Verzeichnis. Hier ein Beispiel: <pre> $ <b>cp /usr/lib/perl5/5.8.5/CPAN/Config.pm $HOME/.cpan/CPAN/MyConfig.pm</b> $ <b>perl -pi -e's#/root/#$ENV{HOME}/#g' $HOME/.cpan/CPAN/MyConfig.pm</b> $ <b>cpan</b> cpan shell -- CPAN exploration and modules installation (v1.8) ReadLine support enabled cpan> <b>o conf makepl_arg "INSTALL_BASE=<em>dein/lib/verzeichnis</em>"</b> </pre> Alternativ benutze man die [[#ManuelleInstallation][manuelle Variante]]. #CpanPlusModul ---++ Mit dem CPANPLUS-Modul (direkt über Perl, alle OS) Das Perlmodul *CPANPLUS* ist eine Neufassung der Funktionalität des Modules CPAN.pm der Standarddistribution und ist ab Perl 5.9 im Standard dabei. Mit <pre> $ <b>perl -MCPANPLUS -e "install Module::Name"</b> </pre> erfolgt die Aufforderung zum Laden und Installieren des Modules. #ManuelleInstallation ---++ Manuelle Installation (Unix/Linux, Windows und andere) Nachdem man im [[http://search.cpan.org][CPAN]] ein passendes Modul gefunden und heruntergeladen hat, wird es entpackt und nach dem Wechsel in das neu entstandene Verzeichnis mit folgender Befehlskombination installiert: <pre> $ <b>perl Makefile.PL</b> $ <b>make</b> $ <b>make test</b> $ <b>make install</b> </pre> Falls das Modul die Datei Build.PL mitbringt, kann man es auch folgendermaßen installieren: <pre> $ <b>perl Build.PL</b> $ <b>./Build</b> $ <b>./Build install</b> </pre> Die erste Methode ist zwar auf *nix-Betriebssystemen kein Problem, aber auf einem Windows-System nicht ohne weiteres ausführbar, da das benötigte =make= standardmäßig nicht zur Verfügung steht. Dieses Manko hat die Perldistribution =Strawberry Perl= nicht, da es eine komplette Entwicklungsumgebung mitliefert. Wer diese Distribution nicht installieren möchte, muss sich =make= und einen Compiler gesondert beschaffen. Man kann es aber unter folgenden Adressen kostenlos bekommen: * [[ftp://ftp.microsoft.com/softlib/mslfiles/nmake15.exe]] Im kostenlosen Paket des Borland C++-Compilers ist es ebenfalls enthalten. Ein weiteres Problem unter Windows stellen Module dar, die C-Code enthalten und eines Compilers bedürfen. Die Erläuterungen zum Installieren eines solchen Modules gehen über den Rahmen dieses HOWTOs hinaus. Nur soviel: Neben dem Borland-Compiler gibt es auch ein sehr aktives Open-Source-Projekt um den GNU-Compiler mit einer kompletten Entwicklungsumgebung: * [[http://sourceforge.net/projects/dev-cpp]] ---+++ Modul manuell in ein eigenes Verzeichnis installieren Wenn keine Rechte bestehen, Module in die systemweiten Bibliothekspfade von Perl zu installieren, dann kann man auch bei der manuellen Installation einen eigenen Zielpfad angeben. ---++++ local::lib Hier steht eine kurze Anleitung zu local::lib: http://www.perl-uwe.com/2010/12/day-12-installing-cpan-modules-locally.html ---++++ manuell Die Befehlskombination ändert sich dabei nur leicht: <pre> $ <b>perl Makefile.PL INSTALL_BASE=/absoluter/Pfad/zum/eigenen/Verzeichnis/lib</b> $ <b>make</b> $ <b>make test</b> $ <b>make install</b> </pre> Im Skript muss dann auch der Zielpfad angegeben werden: <pre> use lib qw(/absoluter/Pfad/zum/eigenen/Verzeichnis/lib/...); </pre> #CGIpanModul ---+++ Modul ohne Shell-Zugang in ein eigenes Verzeichnis installieren Die Installation eines Perl-Moduls geht auch wunderbar, wenn man keinen direkten Shell-Zugang hat, sondern nur ftp und http. Man packe den Code für die [[#ManuelleInstallation][manuelle Installation]] in ein CGI-skript und ein paar system()-Befehle und führe es aus - =make/nmake= sollte normalerweise auf dem Zielsystem vorhanden sein. Die richtigen Schreibrechte müssen natürlich vorher gesetzt werden, evtl. muss das Zielverzeichnis schreibbar für den =wwwuser= o.ä. sein. Das Programm *CGIpan* (http://sourceforge.net/projects/cgipan/) erledigt das mehr oder weniger automatisch. (_Bitte um Feedback an Main.TinaMueller, da das ganze noch nicht großartig getestet ist._) Wenn Module Abhängigkeiten haben, dann werden diese meistens schon während der Kompilierung und Installation benötigt. In diesem Fall sollte man die Environment-Variable =$PERL5LIB= setzen. Die erweiterte Befehlsfolge sieht dann so aus: <pre> <small>in einer sh/bash/ksh/zsh:</small> $ <b>export PERL5LIB=/absoluter/Pfad/zum/eigenen/Verzeichnis/lib</b> <small>in einer csh/tcsh:</small> $ <b>setenv PERL5LIB /absoluter/Pfad/zum/eigenen/Verzeichnis/lib</b> <small>Windows-Kommandozeile (man korrigiere mich bitte!):</small> $ <b>set PERL5LIB=C:/absoluter/Pfad/zum/eigenen/Verzeichnis/lib</b> <small>alle:</small> $ <b>perl Makefile.PL INSTALL_BASE=/absoluter/Pfad/zum/eigenen/Verzeichnis/lib</b> $ <b>make</b> $ <b>make test</b> $ <b>make install</b> </pre> #ManuellKopieren ---++ Modul-Datei(en) manuell kopieren Es besteht manchmal auch die Möglichkeit, bei einer Fehlermeldung wie <pre> Can't locate <b>Module/Name.pm</b> in @INC (@INC contains.... </pre> die Datei =Name.pm= einfach in das Verzeichnis =Module= im Installationsbaum zu kopieren. Diese Variante funktioniert aber nur für wenige Module, die eben wirklich nur aus dieser einen Datei bestehen und nur aus Perl-Code bestehen, also keinen C-Anteil besitzen. Man spart sich eine Menge Arbeit, wenn man einem der vorigen Vorschläge folgt und ein Modul sauber installiert. Für einige häufig gebrauchte Module wie z.B. =HTML::Entities= funktioniert diese Variante aber. Einfach ein Verzeichnis =/mein/perl/HTML= erstellen und Entities.pm aus http://search.cpan.org/dist/HTML-Parser/ dorthin kopieren. Dann im Skript: <pre> use lib '<b>/mein/perl</b>'; use <b>HTML::Entities</b>; </pre> Wenn du also Webspace hast, auf dem noch nicht mal CGIpan funktioniert (siehe [[#CGIpan][oben]]), dann musst du diese Möglichkeit benutzen. Für Module wie z.B. DBI klappt das ganze aber nicht mehr. Auf dem eigenen Rechner oder dort, wo man einen Account hat (Root oder einfacher User), sollte man eine der Möglichkeiten weiter oben in Betracht ziehen.
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Titel
Wie installiere ich ein Modul?
Autor
JoergWestphal
& perl-community, Relais
Bereich
FaqModule
Tags
Modul, installieren
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Topic revision: 2012-09-02,
HaraldBongartz
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