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Kapitel 1 : Einleitung
Vorwort
Voraussetzungen
Um Nutzen aus diesem Tutorial zu ziehen, sind einige Grundkenntnisse im Umgang mit Variablen, Referenzen, Paketen und Objekten notwendig. Ansonsten reichen Perl, ein guter
Texteditor wie
Kephra und die Wx-Dokumentation, die man sich auf
WxWidgets.org oder auch
hier laden kann.
Ziel
Gerade bei Wx, wo ein einzelner Befehl allein nichts funktionales macht, und man einiges zu verstehen hat, bevor man sein erstes Programm schreiben kann, stehen Anfänger erstmal vor einen hohen Mauer. Aber erst mit dem 3ten oder 4ten Programm erkennen sie, welche Möglichkeiten und Freiheiten Wx bietet. Um über die Hürden zu helfen, zeigt dieses Turorial mehrmals den Weg von der Idee und einem leeren Editor zu den, für eine Aufgabe passenden WxBefehlen. Mit steigendem Anspruch baut jedes Kapitel eine sinnvolle oder lustige Anwendung auf, die ihr Leser zu einem für euch nützlichen Werkzeug anpassen könnt. Dabei versuche ich den gesamten Funktionsumfang von Wx abzudecken, der für den täglichen Gebrauch nützlich ist.
Was ist wxPerl
Kurzbeschreibung
Wx ist ein Bündel von Perl-Modulen das Perl-Programmen eine graphische Oberfläche ermöglicht. Das bedeutet Fenster, Menüs, Toolbars(Werkzeugleisten), Buttons(Knöpfe), Dialoge und was man sonst noch für ein Programm braucht, das man mit der Maus und Tastatur steuern kann. WxPerl-Programme laufen unter Linux, Mac und Windows, ohne das man an ihnen etwas ändern bräuchte. Und das besondere daran ist, daß WxPerl-Programme auf jedem dieser Betriebsysteme nativ sind. Zu deutsch: Ihr Aussehen und Verhalten entspricht jedem anderen Programm das für dieses Betriebsystem geschrieben wurde.
Möglichkeiten und Grenzen
Wx ist stabil, sehr reichhaltig und bietet neben einem vollständigen Satz an GUI Komponenten auch viele andere Funktionalitäten in den Bereichen Graphikformate, XML, ZIP, Sockets, Streams und Codings, von denen aber nicht alle in wxPerl enthalten sind, da sich im CPAN mindestens gleichwertige Module finden lassen. Die API ist meist klar und logisch aufgebaut, ist auch sehr konsistent und Dokumentation (in englisch) ist ausreichend vorhanden, wenn auch nicht immer leicht handhabbar.
Auch wenn Tk vom Funktionsumfang und auch optisch nicht voll mithalten kann, besitzt es eine größere Benutzergemeinde auf der Perl-Seite und daher eine bessere Unterstützung und ist auch etwas einfacher zu programmieren. Wx selbst hat eine stabile Gemeinde an Benutzern und Enwicklern und verspricht eine langfristig gesunde Entwicklung.
Detailinformationen
wxPerl wird hauptsächlich von dem Italiener Mattia Barbon (CPAN account
mbarbon) geschrieben
und ist wie die meisten Perl-Module unter der System.GPL oder
ArtisticLicense erhältlich. Seine Hompage ist auf Sourceforge unter
http://wxperl.sourceforge.net. wxPerl ist eigentlich nur das Perl XS-Binding für die in C++ geschriebene Bibliothek
WxWidgets, die sich früher auch WxWindows nannte. Der Name Wx enstand weil die erste Version, die Julian Smart 1992 als Angestellter des Artificial Intelligence Applications Institute der Universität Edinburgh schrieb, Programme ermöglichte, die unter Windows(MFC 1.0) und Unix(XView) liefen, ohne das ihren Quellcode ändern bräuchte. Das Wort Windows wurde 2003 nach einer Anfrage von Microsoft in Widgets geändert und da WxWidgets heute Win32|64, WinCE, X11, GTK, Motif*, Mac9, MacX, OS2* unterstützt bevorzugt Julian heute das das W in Wx das Wort Widgtets abkürzt und das X für x-platform (plattformunabhängig) steht. (* suboptimal gepflegt) Was Wx heute auch ausmacht ist seine hilfsbereite Entwickler und Nutzergemeinde und die zahlreichenen Bindings. Wx kann nämlich auch von Basic, C, Eiffel, Euphoria, Java, Javascript, Haskell, Lua, .NET, PHP, Python und Ruby aus verwendet werden.
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HerbertBreunung - 05 Jul 2005